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16.09.2026

Relative Stärke:
Warum der Vergleich für mich wichtiger ist als die einzelne Aktie

Eine Aktie steigt um 15 Prozent.

Klingt gut.

Aber ist sie deshalb stark?

Nicht unbedingt.
 

Wenn der Gesamtmarkt im gleichen Zeitraum um 20 Prozent gestiegen ist, hat diese Aktie den Markt sogar deutlich underperformt.
Genau hier beginnt für mich der Unterschied zwischen einer klassischen Betrachtung des Aktienkurses und meinem Ansatz.

Ich frage nicht nur:
„Ist diese Aktie gestiegen?“

Ich frage:
„Wie stark ist diese Aktie im Vergleich zu anderen Aktien?“

Diese scheinbar kleine Veränderung der Fragestellung hat meinen Blick auf die Börse über die vergangenen 30 Jahre stark verändert.
Denn an der Börse gibt es nicht nur Gewinner und Verlierer.

Es gibt vor allem stärkere und schwächere Alternativen.
Genau diese Unterschiede möchte ich mit meinem Investmentprozess sichtbar machen.

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Absolute Performance ist nicht die ganze Wahrheit

Viele Anleger betrachten eine Aktie zunächst isoliert.

Der Kurs steht heute bei 100 Euro.
Vor einem Jahr waren es 80 Euro.
Die Aktie ist also 25 Prozent gestiegen.
Damit könnte man zufrieden sein.

Ich würde allerdings noch einen Schritt weitergehen:

  • Was haben vergleichbare Aktien gemacht?
  • Was hat der entsprechende Sektor gemacht?
  • Was hat der Gesamtmarkt gemacht?
  • Wie sieht die Entwicklung über unterschiedliche Zeiträume aus?

Denn erst durch den Vergleich entsteht ein wirklich interessantes Bild.
 

Stellen wir uns zwei Aktien vor:

  • Aktie A steigt innerhalb eines Jahres um 20 Prozent.
  • Aktie B steigt um 35 Prozent.

Auf den ersten Blick sind beide Gewinner.
Aus Sicht eines systematischen Ansatzes ist die Situation aber nicht gleichwertig.

Aktie B zeigt deutlich mehr Stärke.

Wenn gleichzeitig noch weitere Aktien existieren, die 40, 50 oder 60 Prozent gestiegen sind, verändert sich die Einordnung erneut.

Die entscheidende Information ist deshalb nicht nur die Rendite einer Aktie, sondern ihre Position innerhalb des gesamten Vergleichsfeldes.

Relative Stärke bedeutet: Ich vergleiche

Genau das steckt hinter dem Begriff Relative Stärke.

Vereinfacht gesagt geht es darum, die Entwicklung einer Aktie im Verhältnis zu anderen Aktien oder einem Vergleichsmaßstab zu betrachten.

Das kann beispielsweise der Gesamtmarkt sein.
Es kann aber auch ein bestimmter Sektor oder ein anderes definiertes Anlageuniversum sein.

Für meinen Ansatz ist besonders wichtig, dass Aktien miteinander verglichen werden.
Denn mein Kapital hat immer Alternativen.

Wenn ich mich für Aktie A entscheide, kann ich das gleiche Kapital nicht gleichzeitig in Aktie B investieren.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:
„Ist Aktie A gut?“

Sondern:
„Ist Aktie A aktuell attraktiver als die anderen verfügbaren Alternativen?“

Diese Denkweise ist für mich ein wesentlicher Bestandteil systematischen Investierens.

Ein Beispiel, das den Unterschied deutlich macht

Nehmen wir an, der DAX steigt innerhalb eines Jahres um 10 Prozent.

  • Aktie A steigt um 8 Prozent.
  • Aktie B steigt um 18 Prozent.
  • Aktie C fällt um 5 Prozent.

Alle drei Aktien erzählen eine unterschiedliche Geschichte:

  • Aktie A ist absolut betrachtet gestiegen.
  • Aktie B zeigt deutlich höhere Stärke.
  • Aktie C verliert trotz eines steigenden Gesamtmarktes an Wert.
     

Wenn ich nur die einzelnen Kursverläufe betrachte, sehe ich drei unterschiedliche Entwicklungen.

Wenn ich sie miteinander vergleiche, wird die Rangfolge deutlich interessanter:

B vor A vor C.

Genau solche Unterschiede sind für ein Ranking wichtig.

Und genau deshalb reicht es für mich nicht aus, einfach nur nach Aktien zu suchen, die steigen.

Ich möchte wissen, welche Aktien stärker steigen als andere.

Warum Relative Stärke für Momentum so wichtig ist

Hier schließt sich der Kreis zu meinem vorherigen Artikel über Momentum Investing.

Momentum beschreibt vereinfacht die Stärke und Dynamik einer Kursentwicklung.
Relative Stärke setzt diese Entwicklung in einen Vergleich.

Beides gehört deshalb für mich eng zusammen.

Eine Aktie kann Momentum besitzen.
Aber wie stark ist dieses Momentum im Vergleich zu anderen Aktien?

Eine Aktie kann steigen.
Aber wie viele andere Aktien steigen schneller?

Eine Aktie kann sich stabil entwickeln.
Aber wie verhalten sich ihre Wettbewerber?

Damit wird aus einer isolierten Kursbetrachtung eine relative Betrachtung des Marktes.

Und genau diese Perspektive nutze ich in meinem Investmentprozess.

Wer meinen vorherigen Artikel „Was ist Momentum Investing? Warum ich auf Stärke setze“ gelesen hat, erkennt hier die nächste Ebene:
Momentum zeigt Stärke – Relative Stärke hilft dabei, diese Stärke einzuordnen.

Die Börse ist ein Wettbewerb

Für mich ist die Börse deshalb weniger eine Sammlung einzelner Unternehmen als ein permanenter Wettbewerb zwischen verschiedenen Anlagechancen.

Jeden Tag verändert sich die Rangfolge.

Manche Aktien gewinnen an Dynamik.
Andere verlieren sie.

Einige Sektoren übernehmen die Führung.
Andere fallen zurück.

Und genau diese Rotation ist interessant.
Denn Kapital bewegt sich ständig.

Es fließt in Unternehmen, Branchen und Regionen, die Anleger aktuell attraktiver einschätzen.
Das muss nicht immer rational oder fundamental nachvollziehbar sein.
Aber der Kurs zeigt letztlich, wo der Markt tatsächlich handelt.

Ich muss deshalb nicht unbedingt erklären können, warum eine Aktie gerade stärker ist.
Zunächst reicht mir die Beobachtung, dass sie stärker ist.

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Stärke kann sich verändern

Das ist ein weiterer wichtiger Punkt.

Relative Stärke ist keine feste Eigenschaft eines Unternehmens.
Eine Aktie kann heute zu den stärksten Titeln gehören und einige Monate später deutlich zurückfallen.

Genau deshalb ist ein Ranking für mich dynamisch.
Es wird nicht einmal erstellt und anschließend für immer verwendet.

Die Rangfolge verändert sich mit dem Markt.
Und damit verändern sich auch die möglichen Investmententscheidungen.

Das ist für mich ein großer Vorteil gegenüber einer einmaligen Aktienanalyse.

Eine klassische Analyse kann beispielsweise zu dem Ergebnis kommen:

„Das Unternehmen ist hervorragend aufgestellt.“
Das kann durchaus stimmen.

Aber die Börse kann diese Einschätzung über Monate oder Jahre nicht teilen.

Mein System stellt deshalb eine andere Frage:
„Zeigt die Aktie aktuell die Stärke, die ich in meinem Depot sehen möchte?“

Wenn die Antwort irgendwann nicht mehr lautet, kann eine Umschichtung die Konsequenz sein.

Warum ich nicht nur auf den Gesamtmarkt schaue

Ein weiterer Vorteil der relativen Betrachtung zeigt sich in unterschiedlichen Marktphasen.

Stellen wir uns vor, der Gesamtmarkt bewegt sich über mehrere Monate kaum.
Viele Anleger würden eine solche Phase als schwierig oder langweilig empfinden.

Für einen relativen Ansatz kann sie trotzdem interessant sein.
Denn auch wenn der Gesamtmarkt seitwärts läuft, können sich innerhalb des Marktes große Unterschiede entwickeln.

  • Einige Aktien fallen.
  • Andere bleiben stabil.
  • Wieder andere beginnen einen neuen Aufwärtstrend.

Der Index kann am Ende nahezu unverändert sein, während sich darunter erhebliche Verschiebungen abspielen.

Genau diese Verschiebungen interessieren mich.

Denn mein Ziel ist nicht, ausschließlich den Gesamtmarkt zu prognostizieren.
Ich möchte innerhalb des verfügbaren Anlageuniversums die stärkeren Bereiche identifizieren.

Was Relative Stärke mit meinem Aktien-Ranking zu tun hat

Ein Ranking benötigt Kriterien, anhand derer Aktien miteinander verglichen werden können.
Relative Stärke liefert dafür einen wichtigen Baustein.

Die Aktien werden nicht einfach danach sortiert, ob sie absolut gestiegen oder gefallen sind.
Viel interessanter ist die Frage, wie sie sich im Vergleich zu anderen Titeln entwickeln.

Dadurch entsteht eine Rangfolge.
Und diese Rangfolge kann sich verändern.

Eine Aktie steigt beispielsweise zunächst auf einen der vorderen Plätze.
Wenn ihre Entwicklung später schwächer wird, kann sie im Ranking zurückfallen.

Gleichzeitig können andere Aktien aufsteigen.
Das erzeugt einen dynamischen Auswahlprozess.

Und genau das ist der Kern meiner Strategie:
Ich möchte nicht möglichst lange an denselben Aktien festhalten.
Ich möchte möglichst konsequent dort investiert sein, wo mein System aktuell Stärke erkennt.

Relative Stärke bedeutet nicht, jeder Kursbewegung hinterherzulaufen

An dieser Stelle entsteht häufig ein Missverständnis.

Wenn ich über Relative Stärke spreche, bedeutet das nicht, dass ich jede Aktie kaufe, die gestern besonders stark gestiegen ist.
Das wäre kein systematischer Investmentansatz.

Ein einzelner Kurssprung sagt zunächst wenig aus.
Für mich ist vielmehr das Gesamtbild über definierte Zeiträume entscheidend.

  • Wie entwickelt sich die Aktie?
  • Wie verhält sie sich gegenüber anderen Titeln?
  • Ist die Stärke nur kurzfristig oder zeigt sich ein stabileres Muster?
  • Wie verändert sich ihre Position im Ranking?

Erst aus mehreren Informationen entsteht ein Signal.

Das ist auch der Grund, warum ich Relative Stärke nicht isoliert betrachte. Sie ist ein Bestandteil meines gesamten Systems.

Ein schwacher Markt kann starke Aktien hervorbringen

Besonders interessant wird Relative Stärke in schwächeren Marktphasen.

Wenn ein Index zehn Prozent verliert, bedeutet das nicht automatisch, dass jede Aktie zehn Prozent verliert.

Einige Aktien können deutlich weniger verlieren.
Andere können sogar steigen.

Und genau diese Unterschiede sind für mich interessant.

Nehmen wir an:

Der Gesamtmarkt verliert 15 Prozent.

  • Aktie A verliert 20 Prozent.
  • Aktie B verliert 8 Prozent.
  • Aktie C steigt sogar um 5 Prozent.

Aktie C zeigt in diesem Umfeld eine ganz andere Qualität der Kursentwicklung als Aktie A.
Und Aktie B kann ebenfalls interessant sein, obwohl sie absolut betrachtet gefallen ist.

Warum?

Weil sie relativ stärker ist.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Relative Stärke bedeutet nicht zwingend, dass eine Aktie steigen muss.

Sie kann auch dadurch Stärke zeigen, dass sie in einem schwachen Umfeld deutlich weniger verliert als andere.

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Genau hier zeigt sich der Unterschied zur Schnäppchenjagd

Das führt zurück zu einem Thema, das meine grundsätzliche Investmentphilosophie beschreibt.

Wenn eine Aktie 40 Prozent gefallen ist, sieht sie für viele Anleger zunächst günstig aus.

  • Vielleicht fällt sie aus einem guten Grund.
  • Vielleicht ist der Abwärtstrend noch intakt.
  • Vielleicht gibt es andere Aktien, die sich wesentlich besser entwickeln.

Für mich ist deshalb nicht der Abstand zum bisherigen Höchstkurs entscheidend.

Ich möchte wissen:

Wo befindet sich aktuell die relative Stärke?

Das kann bedeuten, dass eine Aktie bereits deutlich gestiegen ist.

Für viele Anleger ist das ein Grund, vorsichtig zu werden.

Für mich ist es zunächst einmal eine Information.

Wenn eine Aktie bereits stark gestiegen ist und weiterhin zu den stärksten Titeln gehört, ist das etwas anderes als eine Aktie, die nach einem starken Kursverlust lediglich weit unter ihrem früheren Höchststand notiert.

Darüber habe ich auch in meinem Artikel „Warum ich lieber Trends folge als Schnäppchen suche“ ausführlicher geschrieben.

Relative Stärke hilft auch bei der Sektorrotation

Ein weiterer Punkt, den ich besonders interessant finde, ist die Veränderung zwischen verschiedenen Branchen.

Über längere Zeiträume können ganz unterschiedliche Bereiche des Aktienmarktes die Führung übernehmen.

Technologie kann stark sein.
Danach können beispielsweise Industrie, Rohstoffe, Energie oder Finanzwerte stärker werden.

Dann verschiebt sich auch die relative Stärke innerhalb des Marktes.

Für einen Anleger, der sich ausschließlich auf eine Branche konzentriert, können solche Veränderungen leicht übersehen werden.

Ein systematischer Ansatz kann dagegen feststellen:

Die bisherigen Marktführer verlieren an Stärke – andere Bereiche übernehmen.

Und genau das ist für mich eine wichtige Information.

Ich muss nicht vorher wissen, welcher Sektor als Nächstes führen wird.
Ich kann beobachten, welcher Sektor tatsächlich stärker wird.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Prognose und Reaktion.

Warum ich lieber reagiere als vorhersehe

Nach 30 Jahren an der Börse habe ich gelernt, dass ich mit meiner Meinung über die Zukunft sehr vorsichtig sein sollte.

Ich kann eine Einschätzung haben.
Ich kann eine These entwickeln.
Aber der Markt muss diese These nicht teilen.

Relative Stärke gibt mir deshalb einen anderen Ansatz.

Ich muss nicht sagen:
„Technologie wird in den nächsten zwölf Monaten besser laufen.“

Ich kann stattdessen beobachten:
„Technologie zeigt aktuell relative Stärke.“

Oder eben:
„Technologie verliert gegenüber anderen Bereichen an Stärke.“

Das klingt weniger spektakulär.
Aber genau diese Nüchternheit gefällt mir.

Denn ich möchte mein Kapital nicht aufgrund einer interessanten Geschichte investieren.
Ich möchte es dort einsetzen, wo mein System aktuell die besseren Signale erkennt.

Was passiert, wenn die relative Stärke nachlässt?

Jetzt wird es für mein System besonders interessant.

Eine Aktie kann lange Zeit ganz oben im Ranking stehen.
Vielleicht gehört sie zu den größten Gewinnern des Depots.

Dann beginnt ihre relative Stärke nachzulassen.
Zunächst vielleicht kaum sichtbar.
Später deutlicher.

Andere Aktien werden stärker.
Die Rangfolge verändert sich.

Genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob eine Position weiterhin attraktiv ist.
Und hier kommt wieder die Kombination aus Ranking und klaren Regeln ins Spiel.

Ich muss nicht darüber diskutieren, ob ich die Aktie „eigentlich noch gut finde“.
Ich muss auch nicht auf meinen ursprünglichen Kaufkurs schauen.

Entscheidend ist die aktuelle Situation.

Wenn eine andere Aktie wesentlich stärker ist und die Regeln meines Systems eine Umschichtung vorsehen, wird gehandelt.
Das Kapital soll dorthin fließen, wo die Stärke liegt.

Das funktioniert auch für meine vier Wikifolios

Dieses Prinzip ist ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses meiner vier Wikifolios.

Dividenden-Adler, German Alpha Leaders, Deutsche Nebenwerte Safari und Global Alpha Leaders haben unterschiedliche Anlageuniversen und Schwerpunkte.

Aber bei allen vier Strategien spielt die Frage eine Rolle:
Welche Aktien zeigen innerhalb ihres jeweiligen Universums die gewünschte Stärke?

Damit entsteht ein wichtiger Unterschied zu einem klassischen „Buy and Hold“-Ansatz.
Eine Aktie wird nicht automatisch deshalb gehalten, weil sie einmal gekauft wurde.

Ihre Position kann sich verändern, wenn sich ihre relative Stärke verändert.
Das sorgt für Bewegung im Portfolio – aber nicht für Bewegung um der Bewegung willen.

Umschichtung ist für mich kein Selbstzweck. Sie ist die Konsequenz veränderter Daten.

Relative Stärke ist kein Versprechen

Natürlich hat auch dieser Ansatz seine Grenzen.

Relative Stärke kann nicht vorhersagen, wann ein Trend endet.

  • Eine starke Aktie kann plötzlich fallen.
  • Ein Ranking kann falsche Signale liefern.
  • Ein Markt kann sich so schnell drehen, dass selbst ein systematischer Ansatz zunächst auf der falschen Seite steht.

Das gehört dazu.

Deshalb sehe ich Relative Stärke auch nicht als Garantie für bessere Renditen.

Sie ist für mich vielmehr ein Werkzeug zur strukturierten Entscheidungsfindung.
Genau darum geht es bei meinem gesamten Ansatz.

Nicht darum, jede Bewegung vorherzusagen,
sondern darum, auf Veränderungen reagieren zu können.

Mein Fazit: Nicht die beste Aktie zählt – sondern die beste Alternative

Für mich ist Relative Stärke letztlich eine sehr einfache Idee:

Eine Aktie existiert an der Börse niemals allein.
Sie steht immer im Wettbewerb mit anderen Aktien.

Wenn ich 20 interessante Unternehmen finde, muss ich mich trotzdem entscheiden.
Dann interessiert mich nicht nur, welches Unternehmen gut ist.

Mich interessiert:

  • Welche Aktie zeigt aktuell die stärkste Entwicklung?
  • Welche Aktie hält sich besser als ihre Wettbewerber?
  • Welche Aktie gewinnt an Dynamik?
  • Welche Aktie verliert an Bedeutung?
  • Welche Aktien rücken im Ranking nach vorne?

Genau diese Fragen bilden einen wichtigen Teil meines Investmentprozesses.

  • Trendfolge zeigt mir die Richtung.
  • Momentum zeigt mir die Dynamik.
  • Relative Stärke zeigt mir, wer im Vergleich vorne liegt.
  • Das Ranking macht daraus eine strukturierte Auswahl.

Und meine Regeln sorgen schließlich dafür, dass daraus konkrete Entscheidungen entstehen.

Das ist für mich nach 30 Jahren Börse der entscheidende Punkt:
Ich muss nicht wissen, welche Aktie morgen die beste sein wird.

Ich möchte erkennen, welche Aktie heute stärker ist als die Alternativen – und bereit sein, meine Entscheidung zu ändern, wenn sich dieses Bild verändert.

Denn an der Börse ist nicht die Vergangenheit investierbar.
Investierbar ist immer nur die aktuelle Situation.

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Besonders interessant finde ich dabei die Grundidee, starke Unternehmen nicht isoliert, sondern im Verhältnis zu anderen Aktien zu betrachten.
Genau dieser Gedanke ist auch für ein Ranking entscheidend.

Das Buch ist deshalb eine gute Ergänzung für Anleger, die verstehen möchten, wie aus Kursstärke, relativer Stärke und klar definierten Kriterien ein strukturierter Auswahlprozess entstehen kann.

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