14.10.2026
Wie ich vier Wikifolios mit einem regelbasierten Ansatz steuere
Wie ich Aktien systematisch auswähle, Rankings nutze und meine Wikifolios nach klaren Regeln steuere.
Wer vier unterschiedliche Wikifolios führt, könnte vermuten, dass dahinter auch vier verschiedene Anlagestrategien stehen. Vielleicht wird in einem Portfolio auf Dividenden gesetzt, in einem anderen auf Wachstum, während ein drittes vor allem deutsche Nebenwerte abdeckt und das vierte international investiert.
Bei meinen vier Wikifolios ist das anders.
Dividenden-Adler, German Alpha Leaders, Deutsche Nebenwerte Safari und Global Alpha Leaders basieren alle auf demselben regelbasierten Handelssystem. Der entscheidende Unterschied liegt im jeweiligen Anlageuniversum.
Das ist ein wichtiger Punkt, denn er erklärt, wie ich meine vier Wikifolios steuere und was meinen Ansatz von vier unabhängig voneinander zusammengestellten Portfolios unterscheidet.
Ich verwende nicht für jedes Wikifolio eine andere Strategie.
Ich ändere auch nicht spontan meine Vorgehensweise, nur weil sich ein Markt gerade besser entwickelt als ein anderer.
Stattdessen wende ich dieselben grundlegenden Regeln auf unterschiedliche Gruppen von Aktien an.
Das System bleibt gleich. Die Aktien, aus denen es auswählen kann, unterscheiden sich.
Nach mehr als 30 Jahren an der Börse halte ich diese Trennung für besonders wichtig.
Sie schafft einen klaren Rahmen für Entscheidungen und verhindert, dass ich für jedes Portfolio eine eigene Investmentlogik entwickeln muss.
Jetzt Newsletter abonnieren & keinen Blogbeitrag verpassen
Nach der Anmeldung erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail.
Bitte bestätige deine Anmeldung.
Warum ich nicht vier unterschiedliche Strategien brauche
Auf den ersten Blick könnte es sinnvoll erscheinen, jedes Wikifolio mit einer eigenen Strategie auszustatten.
Ein Portfolio für Dividendenaktien, eines für deutsche Standardwerte, eines für Nebenwerte und eines für internationale Aktien.
Das Problem dabei:
Mit jeder zusätzlichen Strategie entstehen neue Entscheidungen, neue Ausnahmen und neue Möglichkeiten, von den ursprünglichen Regeln abzuweichen.
Warum sollte ich bei deutschen Aktien nach Momentum handeln, bei US-Aktien aber plötzlich ganz anders vorgehen?
Warum sollte ich eine Aktie in einem Wikifolio verkaufen, weil sie im Ranking zurückfällt, während ich bei einer vergleichbaren Situation in einem anderen Portfolio an meinen Regeln festhalte?
Natürlich können unterschiedliche Anlageuniversen unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Deutsche Nebenwerte verhalten sich nicht immer wie internationale Großkonzerne.
Auch Branchenstruktur, Liquidität und Volatilität können sich deutlich unterscheiden.
Daraus folgt für mich aber nicht, dass ich vier verschiedene Handelssysteme benötige.
Ich möchte dieselbe Investmentlogik auf unterschiedliche Anlageuniversen anwenden und beobachten, welche Aktien sich innerhalb des jeweiligen Universums durchsetzen.
Das schafft eine klare Struktur.
Es erleichtert die systematische Aktienauswahl und sorgt dafür, dass die Entscheidungen in allen vier Wikifolios auf denselben Grundprinzipien beruhen.
Das Anlageuniversum bestimmt, welche Aktien überhaupt infrage kommen
Bevor mein System eine Aktie bewerten kann, muss zunächst feststehen, aus welchen Aktien es auswählen darf.
Genau hier unterscheiden sich meine vier Wikifolios.
- Dividenden-Adler konzentriert sich auf sein definiertes Anlageuniversum mit Dividendenbezug.
- German Alpha Leaders betrachtet das entsprechende Universum deutscher Aktien mit dem Schwerpunkt auf etablierten Unternehmen.
- Deutsche Nebenwerte Safari richtet den Blick auf deutsche Nebenwerte.
- Global Alpha Leaders eröffnet den Zugang zu einem internationalen Aktienuniversum.
Die genaue Zusammensetzung und die Auswahlmöglichkeiten unterscheiden sich also von Wikifolio zu Wikifolio.
Das grundlegende Handelssystem dahinter bleibt jedoch gleich.
Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Wenn mein System die Stärke einer Aktie bewertet, geschieht das immer innerhalb des jeweiligen Anlageuniversums.
Eine Aktie muss sich gegen die Alternativen behaupten, die in diesem Wikifolio zur Auswahl stehen.
Ein deutscher Nebenwert konkurriert deshalb im Rahmen der Auswahl von Deutsche Nebenwerte Safari mit den dort infrage kommenden Aktien.
Bei Global Alpha Leaders steht dagegen ein internationales Anlageuniversum zur Verfügung.
Das bedeutet auch:
Eine Aktie muss nicht weltweit zu den stärksten Aktien gehören, um innerhalb eines bestimmten Anlageuniversums interessant zu sein.
Sie muss die Kriterien meines Systems erfüllen und sich im jeweiligen Vergleich behaupten.
Das Anlageuniversum legt fest, wo gesucht wird. Das Handelssystem entscheidet nach seinen Regeln, welche Aktien ausgewählt werden.
Ein System, vier unterschiedliche Marktsegmente
Stellen wir uns vor, an den internationalen Aktienmärkten entwickeln sich Technologieunternehmen besonders stark.
Gleichzeitig zeigen einige deutsche Nebenwerte eine überzeugende relative Stärke, während andere Marktsegmente zurückbleiben.
Ein System mit vier unterschiedlichen Anlageuniversen kann diese Entwicklungen unterschiedlich abbilden.
Global Alpha Leaders kann aus seinem internationalen Universum die Aktien auswählen, welche die Kriterien erfüllen.
Deutsche Nebenwerte Safari bewertet die verfügbaren deutschen Nebenwerte nach denselben grundlegenden Regeln.
Das Ergebnis muss nicht identisch sein.
Es wäre sogar überraschend, wenn vier unterschiedliche Anlageuniversen dauerhaft dieselben Aktien hervorbringen würden.
Entscheidend ist, dass die Unterschiede aus der Auswahl entstehen – und nicht daraus, dass ich bei jedem Wikifolio spontan eine andere Strategie anwende.
Damit trenne ich zwei Dinge sauber voneinander:
- Die Strategie bleibt gleich.
- Die Auswahl der Aktien hängt vom Anlageuniversum ab.
Genau darin liegt für mich der besondere Reiz dieses Ansatzes.
Ich muss nicht für jedes Wikifolio neu entscheiden, welche Art des Investierens gerade angesagt ist.
Ich kann dieselben Regeln auf unterschiedliche Märkte und Aktiengruppen anwenden.
Momentum und relative Stärke bilden wichtige Bausteine
Ein zentraler Bestandteil meines Systems ist die Frage, welche Aktien aktuell Stärke zeigen.
Dafür spielen Momentum und relative Stärke eine wichtige Rolle.
Momentum betrachtet vereinfacht gesagt die Dynamik der Kursentwicklung.
Relative Stärke hilft dabei, die Entwicklung einer Aktie im Verhältnis zu anderen Aktien oder einem Vergleichsmaßstab einzuordnen.
Beide Aspekte ergänzen sich.
Eine Aktie kann gestiegen sein, ohne im Vergleich zu anderen Aktien besonders attraktiv zu sein.
Eine andere entwickelt sich dagegen kontinuierlich besser als ihre Konkurrenz und verbessert dadurch ihre Position im Ranking.
Für meine Aktienauswahl ist dieser Vergleich entscheidend.
Ich möchte nicht einfach Aktien kaufen, weil ihre Kurse zuletzt gestiegen sind.
Ich möchte erkennen, welche Titel innerhalb des jeweiligen Anlageuniversums die Kriterien meines Systems am überzeugendsten erfüllen.
Das Ranking hilft mir dabei, diese Unterschiede strukturiert abzubilden.
Wie wichtig dieser Vergleich ist, habe ich bereits im Artikel „Relative Stärke: Warum der Vergleich für mich wichtiger ist als die einzelne Aktie“ erläutert. Auch der Beitrag „Was ist Momentum Investing? Warum ich auf Stärke setze“ beschäftigt sich ausführlicher mit diesen Grundlagen.
In den vier Wikifolios werden diese Prinzipien nicht jeweils neu erfunden. Sie sind Bestandteile desselben systematischen Ansatzes.
Das Ranking ist keine Liste für die Ewigkeit
Ein Ranking bildet immer eine bestimmte Situation ab. Es ist keine dauerhafte Auszeichnung für eine Aktie.
Ein Titel kann heute zu den stärksten Aktien seines Universums gehören und einige Wochen später deutlich zurückfallen.
Andere Aktien gewinnen an Momentum und verbessern ihre relative Stärke. Dadurch verändert sich die Rangfolge.
Genau diese Veränderungen sind für mein System relevant.
Ich möchte nicht an einer Aktie festhalten, nur weil sie früher einmal zu den Favoriten gehört hat.
Entscheidend ist, ob sie die Kriterien weiterhin erfüllt.
Fällt eine Position unter die definierte Ranking-Schwelle, wird sie nach den Regeln meines Systems verkauft und durch eine stärkere Aktie ersetzt.
Dieser Prozess gilt grundsätzlich in allen vier Wikifolios.
Eine Aktie bekommt keinen Sonderstatus, nur weil sie einmal gut gelaufen ist. Sie muss ihre Position im Depot immer wieder rechtfertigen.
Damit schließt sich der Kreis zu meinen bisherigen Artikeln über Kaufentscheidungen und Depotmanagement.
Der Beitrag „Wann ist eine Aktie für mein System stark genug für einen Kauf?“ beschreibt die Auswahl vor dem Einstieg. Im Artikel „Warum Gewinner im Depot bleiben dürfen – und Verlierer nicht“ geht es darum, was nach dem Kauf passiert.
Die Steuerung meiner vier Wikifolios verbindet beide Schritte zu einem fortlaufenden Prozess.
Werbung*
Ein System bedeutet nicht, dass alle Wikifolios gleich laufen
Ein häufiger Denkfehler besteht darin, anzunehmen, dass ein einheitliches Handelssystem auch zu ähnlichen Ergebnissen führen müsse.
Das ist nicht der Fall.
Wenn ich dasselbe System auf unterschiedliche Anlageuniversen anwende, können die Ergebnisse erheblich voneinander abweichen.
Dafür gibt es mehrere Gründe.
Erstens unterscheiden sich die Aktien, die überhaupt zur Auswahl stehen.
Zweitens können sich einzelne Branchen und Regionen unterschiedlich entwickeln.
Drittens verlaufen Trends nicht überall gleichzeitig und gleich stark.
Ein internationales Aktienuniversum kann beispielsweise von starken Bewegungen in bestimmten US-Sektoren geprägt sein.
Bei deutschen Nebenwerten können dagegen einzelne Industrieunternehmen, Spezialwerte oder andere Branchen das Bild bestimmen.
Die Regeln bleiben unverändert.
Die Marktentwicklung und die verfügbaren Aktien sind es nicht.
Deshalb kann eines meiner Wikifolios in einer bestimmten Marktphase deutlich besser abschneiden als ein anderes.
In einer späteren Phase kann sich das Bild wieder verändern.
Ein gemeinsames System ist kein Versprechen auf gleiche Wertentwicklung.
Es ist ein einheitlicher Rahmen für die Investmententscheidungen.
Ich halte es für wichtig, diesen Unterschied zu verstehen.
Denn wer vier Wikifolios betrachtet, sollte nicht erwarten, dass alle jederzeit dieselbe Richtung einschlagen oder identische Ergebnisse liefern.
Warum ich nicht für jedes Wikifolio die Regeln ändere
Wenn sich ein Wikifolio schwächer entwickelt als die anderen, liegt der Gedanke nahe, die Strategie anzupassen.
- Vielleicht funktioniert Momentum in diesem Markt gerade nicht.
- Vielleicht wäre eine andere Kennzahl besser.
- Vielleicht sollte man die Verkaufsregeln lockern oder bei bestimmten Aktien eine Ausnahme machen.
Genau an dieser Stelle ist Disziplin gefragt.
Natürlich muss ein Handelssystem regelmäßig überprüft werden.
Märkte verändern sich, Daten müssen bewertet und Regeln auf ihre Funktionsfähigkeit untersucht werden.
Das bedeutet aber nicht, dass jede schwächere Phase eine spontane Änderung rechtfertigt.
Ich möchte mein System nicht bei jeder Marktbewegung neu erfinden.
Wenn ich bei jedem Rückstand die Regeln ändere, verliere ich den einheitlichen Ansatz, den ich mit den vier Wikifolios verfolge.
Deshalb ist es wichtig, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden:
Einer systematischen Überprüfung des Regelwerks und einer kurzfristigen Reaktion auf unbefriedigende Ergebnisse.
Das eine gehört zu einer verantwortungsvollen Strategieentwicklung.
Das andere kann schnell dazu führen, dass man immer der zuletzt erfolgreichen Vorgehensweise hinterherläuft.
Für mich ist entscheidend, dass die Regeln nachvollziehbar bleiben und Änderungen nicht allein aus kurzfristiger Ungeduld entstehen.
Vier Wikifolios sind nicht automatisch vierfaches Risikomanagement
Ein weiterer Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit.
Vier Wikifolios bedeuten nicht automatisch eine breite Risikostreuung.
Wenn unterschiedliche Portfolios ähnliche Aktien halten oder stark von denselben Branchen und Marktfaktoren abhängen, können sie sich in schwierigen Marktphasen durchaus ähnlich entwickeln.
Unterschiedliche Namen und Anlageuniversen allein garantieren keine unabhängigen Ergebnisse.
Deshalb sollte man die vier Wikifolios nicht isoliert anhand ihrer Bezeichnungen beurteilen.
Entscheidend sind auch die tatsächlichen Positionen, ihre Gewichtung und mögliche Überschneidungen.
Mein gemeinsames Handelssystem beantwortet vor allem die Frage, wie Aktien ausgewählt und Positionen nach den festgelegten Regeln gesteuert werden.
Es beseitigt nicht das allgemeine Aktienmarktrisiko.
Auch ein systematischer Ansatz kann in ungünstigen Marktphasen Verluste erleiden.
Relative Stärke und Momentum sind keine Garantie dafür, dass ein Trend anhält oder eine Aktie nicht plötzlich stark fällt.
Genau deshalb gehören klare Verkaufsregeln und ein bewusster Umgang mit Risiken zum Gesamtkonzept.
Was die vier Wikifolios für mich besonders interessant macht
Der Reiz liegt für mich nicht darin, vier möglichst unterschiedliche Strategien nebeneinanderzustellen.
Viel interessanter ist es, denselben systematischen Ansatz in unterschiedlichen Aktienuniversen anzuwenden.
Dadurch kann ich beobachten, welche Aktien innerhalb der jeweiligen Auswahl besonders stark sind und wie sich die verschiedenen Universen entwickeln.
Bei Dividenden-Adler ist das Anlageuniversum anders geprägt als bei Deutsche Nebenwerte Safari.
German Alpha Leaders und Global Alpha Leaders bieten wiederum andere Auswahlmöglichkeiten.
Das System muss deshalb nicht viermal neu erfunden werden.
Es bewertet die verfügbaren Aktien nach denselben grundlegenden Regeln.
Die daraus entstehenden Portfolios unterscheiden sich, weil die Ausgangsmengen unterschiedlich sind.
Das ist für mich eine saubere Trennung zwischen Methode und Anwendung.
Die Methode liefert den Entscheidungsrahmen. Das Anlageuniversum bestimmt, welche konkreten Möglichkeiten darin zur Verfügung stehen.
Der Vorteil liegt in der Konsequenz
Ein regelbasierter Ansatz nimmt mir nicht jede Entscheidung ab.
Er schafft aber einen klaren Rahmen dafür, wie Entscheidungen getroffen werden.
Ich muss nicht bei jeder Aktie neu überlegen, ob ich diesmal nach Gefühl, nach einer Unternehmensgeschichte oder nach einer kurzfristigen Marktmeinung handeln möchte.
Stattdessen orientiere ich mich an den Kriterien des Systems.
Das gilt für den Einstieg ebenso wie für den Verkauf.
Wenn eine Aktie die erforderliche Stärke zeigt und die weiteren Kriterien erfüllt, kann sie für einen Kauf infrage kommen.
Wenn sie später im Ranking zurückfällt und die definierte Schwelle unterschreitet, wird sie nach den Regeln verkauft.
Dadurch entsteht ein wiederholbarer Prozess.
Natürlich ist das keine Garantie für Gewinne.
Ein regelbasiertes System kann falsch liegen, Trends können abrupt enden und einzelne Entscheidungen können sich im Nachhinein als ungünstig erweisen.
Der Vorteil liegt darin, dass nicht jede einzelne Entscheidung spontan neu erfunden werden muss.
Konsequenz bedeutet nicht, immer richtig zu liegen.
Konsequenz bedeutet, nach denselben nachvollziehbaren Regeln zu handeln.
Werbung*
Wie sich mein Ansatz von vier Einzelstrategien unterscheidet
Wenn ich die vier Wikifolios mit vier unabhängig gesteuerten Portfolios vergleichen müsste, wäre der wichtigste Unterschied für mich die gemeinsame Grundlage.
Ich entwickle nicht für jedes Portfolio eine neue Marktmeinung und leite daraus jeweils andere Regeln ab.
Ich verwende ein System und wende es auf unterschiedliche Anlageuniversen an.
Das schafft Klarheit.
Es bedeutet auch, dass die Ergebnisse nicht allein davon abhängen, welche Aktien gerade meine persönliche Aufmerksamkeit bekommen.
Die Auswahl erfolgt innerhalb des jeweiligen Universums nach den Regeln des Systems.
Damit wird die Aktienauswahl weniger zu einer Sammlung einzelner Ideen und stärker zu einem strukturierten Prozess.
Genau das ist der Gedanke, der sich durch meine gesamte Artikelserie zieht:
Trendfolge, Momentum, relative Stärke, Ranking, Kaufentscheidung und Depotmanagement sind keine voneinander getrennten Konzepte.
Sie greifen ineinander.
Die vier Wikifolios machen diesen Ansatz in unterschiedlichen Aktienuniversen sichtbar.
Was Anleger daraus mitnehmen können
Wer sich mit systematischem Investieren beschäftigt, muss nicht zwangsläufig vier Wikifolios führen.
Die grundlegende Idee lässt sich auch auf ein einzelnes Depot übertragen.
Wichtig ist zunächst, ein klares Anlageuniversum festzulegen.
Danach braucht es nachvollziehbare Kriterien für die Aktienauswahl, Regeln für den Einstieg und Vorgaben dafür, wann eine Position nicht mehr gehalten werden soll.
Ebenso wichtig ist die Konsequenz bei der Umsetzung.
Wer seine Regeln ständig ändert, weil eine andere Strategie gerade besser läuft, wird kaum beurteilen können, ob der ursprüngliche Ansatz tatsächlich funktioniert.
Und wer Aktien nur deshalb behält, weil er einmal von ihnen überzeugt war, entfernt sich schnell von einer systematischen Vorgehensweise.
Ein gutes System sollte deshalb nicht nur beantworten, welche Aktien gekauft werden können.
Es sollte auch festlegen, wie mit Veränderungen umgegangen wird.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Sammlung interessanter Aktien und einem regelbasierten Investmentprozess.
Vier Wikifolios, ein Grundgedanke
Nach mehr als 30 Jahren an der Börse ist mir eine Sache besonders wichtig geworden:
Ich möchte meine Investmententscheidungen nicht von wechselnden Meinungen abhängig machen.
Ich möchte einen nachvollziehbaren Prozess, der auf klaren Regeln basiert.
Deshalb stehen bei meinen vier Wikifolios nicht vier verschiedene Strategien im Mittelpunkt, sondern ein gemeinsames Handelssystem, das auf vier unterschiedliche Anlageuniversen angewendet wird.
Dividenden-Adler, German Alpha Leaders, Deutsche Nebenwerte Safari und Global Alpha Leaders haben unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten.
Dadurch können sich ihre Positionen und Ergebnisse unterscheiden.
Der methodische Kern bleibt jedoch derselbe.
Aktien werden anhand festgelegter Kriterien bewertet, miteinander verglichen und nach den Regeln des Systems ausgewählt.
Verliert eine Position ihre erforderliche Stärke, kann sie verkauft und durch einen stärkeren Titel ersetzt werden.
Ich muss dafür nicht wissen, welche Aktie in sechs Monaten am höchsten steht.
Ich muss erkennen, welche Aktien aktuell die Kriterien meines Systems erfüllen – und konsequent danach handeln.
Vier Wikifolios. Vier Anlageuniversen. Ein System.
Das ist der Grundgedanke hinter meinem Ansatz.
Werbung*
Buchempfehlung
Michael Voigt - Das große Buch der Markttechnik
Wer sich intensiver mit systematischem Börsenhandel beschäftigen möchte, findet in diesem Buch viele Denkanstöße zur Strukturierung des eigenen Handelsansatzes.
Besonders interessant ist die Frage, wie sich Marktbewegungen nach festen Regeln einordnen lassen, statt jede Aktie isoliert und spontan zu beurteilen.
Das Buch ergänzt den Artikel, auch wenn der konkrete Ansatz meines Systems auf Momentum, relativer Stärke und Rankings basiert.

Hier kannst du das Buch direkt bei Amazon bestellen: 👉 "Das große Buch der Markttechnik" auf Amazon ansehen*
(*Hinweis: Bei dem Link zu Amazon handelt es sich um einen Affiliate-Link.
Wenn Du das Buch über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis selbstverständlich überhaupt nichts. Vielen Dank für deine Unterstützung!)
Du hast Fragen?
Schreib mir gerne eine Nachricht
Demnächst mehr hier in meinem Blog
Abonniere meinen Newsletter und verpasse keinen neuen Blog-Beitrag!
*Affiliate-Link/Werbung
Bei den mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbe- oder Affiliate-Links. Wenn du dich über diesen Link anmeldet oder ein Angebot nutzt, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine Kosten. Damit unterstützt du meinen Blog und meine Arbeit. Vielen Dank für deine Unterstützung!
Risikohinweis
Die Inhalte dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, Handlungsempfehlung, Anlagevermittlung, noch ein öffentliches Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder zum Verkauf von Wertpapieren dar. Vielmehr dient die Präsentation der Inhalte ausschließlich der Information und Veranschaulichung. Die Inhalte stammen aus Quellen, die ich nach bestem Wissen und Gewissen für verlässlich halte. Finanzinstrumente wie Aktien, ETFs, Investmentfonds, Anleihen, Optionen & Futures sowie sonstige derivativen Produkte wie Hebelzertifikate und CFDs unterliegen erheblichen Risiken. Eine individuelle, professionelle Anlageberatung wie auch eine eigene Recherche, können durch die Inhalte der Seite nicht ersetzt werden Historische Ergebnisse der Analysen stellen in keinster Weise eine Garantie oder Indikation für zukünftige Entwicklungen dar.
Die Inhalte stellen auch keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, sollten Sie ggf. einen fachkundigen Anlage-, Steuer- oder Rechtsberater konsultieren.
